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Sensibilitätsübungen
Wir wenden 5 verschiedene Sensibilitätsübungen an. Wir bieten diese unter dem Deckmantel einer Lotterie an, um den Kindern zu vermitteln, dass man mit oder ohne Behinderung geboren werden kann oder in jedem Moment ein Unfall für immer ein Leben verändern kann.
1.
Nachdem eine Gruppe von Kindern auf unserer Farm eingetroffen ist, beginnen wir eine Art Lotterie. Jedes Kind erhält ein Los, auf dem eines der folgenden Worte steht:
Rollstuhl, Amputierter, blind bzw. Sehverlust, taub bzw. Gehörverlust, sowie stumm, oder es erhält einen leeren Zettel. Kinder mit einen Los auf dem "Rollstuhl" steht, werden in einen Rollstuhl gesetzt und müssen den ganzen Rundganges der Farm mit dieser neuen Behinderung machen. Ihnen wird nicht gestattet den Rollstuhl zu verlassen, selbst wenn es Orte gibt , die für sie nicht zugänglich sind.
2.
Kindern, die ein Los mit dem Wort "Amputierter" erhalten, wird ein Arm oder Bein abgebunden und machen den Rundgang der Farm mit der neuen Behinderung. Ihnen wird nicht gestattet die abgebundene Gliedmaße zu nutzen, falls es ein Bein ist bekommen sie Krücken.
3.
Kindern, die das Los mit den Worten "blind" oder "Sehverlust" erhalten werden die Augen verbunden oder sie bekommen eine verdunkelnde Brille um einen Sehverlust zu simulieren. Während des ganzen Rundganges wird ihnen nicht gestattet diese Brille oder die Binde abzunehem, sie weren ermutigt die Tiere zu ber¨hren und ihren anderen Sinne, wie Geruchssinn und Gehör zu nutzen.
4.
Kindern, die ein Los mit dem Wort "taub" oder "Gehörverlust" erhalten haben, bekommen Ohrstöpsel oder Kopfhörer durch die weißes Rauschen zu hören ist, um Gehörverlust zu simulieren. Auch ihnen wird nicht erlaubt, diese während des Rundganges abzunehmen. Da wir ein Streichelzoo sind werden die Kinder ermutigt die Tiere zu berühren und ihre anderen Sinne zu nutzen.
5.
Kindern, die ein Los mit dem Wort "stumm" erhalten haben, wird der Mund behutsam gebunden und sie dürfen während des restlichen Rundganges nicht sprechen. Da die Kinder ermutigt werden Fragen zu stellen, erleben die "stummen" Kinder, wie schwierig es ist, nicht kommunizieren und sich nicht ausdrücken zu können.
Das Gespräch
Hugo oder ein anderer Freiwilliger mit Behinderung leitet nach dem Rundgang eine Diskussionsrunde. Dabei werden einige Lehrer in einen Rollstuhl gesetzt und gebeten einen Hindernislauf zu bewaeltigen. Wir binden außerdem die Augen eines anderen Lehrers ab und bitten ihn zu einem Tisch zu laufen und sich ein Glass Wasser einzuschenken. Diese Übungen veranschaulichen die Schwierigkeiten, die ein Blinder oder ein Rollstuhlfahrer taglich überwinden müssen, sowie die Frustration, die durch die Hilflosigkeit entsteht.
Wir erklären den Kindern auch, wie sie im Alltag behinderten Menschen helfen können. Wir besprechen die verschiedenen Arten der Behinderungen und welche unterschiedlichen Bedürfnisse jede Person hat.
Folgende Fragestellungen werden in den Kindern von uns geweckt:
Wie war es, selbst eine Behinderung zu erleben?
Welches Gefühl enstand den eigenen Lehrer in einer frustrierenden Situation zu sehen?
Gibt es Kinder mit Behinderung in ihrer Schule oder Nachbarschaft?
Würde sie gernen einen Freund mit Behinderung haben?
Wie kann man im Alltag einer Person mit Behinderung helfen?
Wie können Menschen mit Behinderung ein prduktiver Teil underser Gesellschaft werden?
Nach dem Gespräch bekommen die Kinder die Möglichkeit mehr Fragen zu stellen und die Anlage ohne ihre Behinderung zu erforschen.